DMZ, Niemandsland am 38. Breitengrad

Während die deutsche Teilung Geschichte ist, bleibt Korea bis heute ein geteiltes Land. Die Grenze, die die Halbinsel seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs durchzieht, ist ein Vermächtnis des Kalten Krieges und schließt nahtlos an die japanische Kolonialherrschaft an. Selbst der verheerende Koreakrieg sollte daran nichts ändern. Seit 1953 trennt ein vier Kilometer breites Niemandsland, die DMZ, Nord und Süd auf einer Länge von 248 Kilometern. Ein massives Militäraufgebot sichert hier den Waffenstillstand und hält Menschen von dem verminten Gebiet fern. Mit dem paradoxen Effekt einer prosperierenden Natur: Umweltschützer sehen darin bereits das künftige „Grüne Band“ Koreas. Doch eine Wiedervereinigung ist derzeit nicht in Sicht. Bodo Hartwig besuchte die DMZ am Imjin, einem Fluss, der – ähnlich der Elbe im geteilten Deutschland – durch beide Seiten des zerrissenen Landes fließt.“

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