Asiatische Studenten an deutschen Musikhochschulen werden oftmals belächelt und mit Vorurteilen belegt: „Sie spielen Klavier wie Nähmaschinen, sind verschlossen und können kaum Deutsch.“ Doch trotz solcher Klischees steigt die Zahl international anerkannter Musiker aus Ländern wie China, Japan oder Korea stetig – und damit auch die Nachfrage nach einem Studium in Deutschland und Europa. Um diesem großen Interesse gerecht zu werden, startete die Hochschule Franz Liszt Weimar Mitte der 2000er Jahre ein bis dahin einzigartiges Pilotprojekt: Gemeinsam mit einer koreanischen Partneruniversität gründete sie die German School of Music Weimar in Südkorea. Bodo Hartwig geht in seinem Feature der Frage nach, wie dieses Konzept nach gut zwei Jahren funktioniert und was es auf sich hat mit dem Phänomen der Musikausbildung nach deutschem Standard.
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